Letzte Änderung: 28.12.2020 11:58 Uhr

Impfstart in NRW gelungen: Mobile Impfteams der KVen haben in erster Impfaktion mehr als 80 Senioren- und Pflegeheime aufgesucht

Die beiden KVen in Nordrhein-Westfalen melden einen geglückten Start der COVID19-Impfungen in Nordrhein-Westfalen: Die mobilen Impfteams, die von den KVen gebildet und koordiniert werden, haben am gestrigen Sonntag, 27. Dezember, mehr als 80 Einrichtungen in NRW aufgesucht und rund 9500 Personen geimpft, darunter sowohl Bewohnerinnen und Bewohner der Senioren- und Pflegeeinrichtungen als auch deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

© KV Nordrhein
Freuten sich über die Ankunft es Impfstoffs in NRW: KVNO-Chef Dr. Frank Bergmann, KVWL-Chef Dr. Dirk Spelmeyer und NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Der Impfstoff des Herstellers Biontech/Pfizer war Sonntagmittag von einem Logistik-Unternehmen direkt in die Einrichtungen geliefert worden. Am Vortag waren 9750 Impfdosen in Nordrhein-Westfalen eingetroffen, die zunächst gleichmäßig auf die 53 Kreise und kreisfreien Städte verteilt worden waren.

„Wir sind sehr froh, dass der Auftakt geglückt ist und wir damit ein positives Zeichen setzen können für die Mammutaufgabe, die uns Monate beschäftigen wird – jetzt zunächst in den Pflegeeinrichtungen, ab Januar auch in den Impfzentren“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO). „Es war wichtig, mit dem Impfen zügig zu beginnen – jetzt kommt es darauf an, dass in dieser und den kommenden Wochen größere Mengen an Impfstoff kommen, denn wir haben einen echten Impfmarathon vor uns. Das Impfen ist ein wesentlicher Baustein zum Schutz der besonders gefährdeten Gruppen. Wir schaffen jetzt nach und nach eine Grundlage für eine nachhaltig positive Entwicklung im kommenden Jahr. Das heißt aber nicht, dass wir jetzt sorglos oder nachlässig werden dürfen – weiterhin gilt es für uns alle, uns bestmöglich zu schützen“

„Innerhalb kürzester Zeit haben wir alle notwendigen Voraussetzungen für die größte Impfaktion unseres Landes geschaffen. Das war nur dank der guten Zusammenarbeit von Land, Kommunen und den Kassenärztlichen Vereinigungen in NRW möglich“, ergänzt Dr. Dirk Spelmeyer, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). „Ein besonderer Dank und Respekt gilt jedoch in erster Linie den Ärztinnen und Ärzten und ihren Praxisteams, die sich bereits seit Monaten nahezu unermüdlich engagieren und die auch jetzt bereit stehen, um diese Massenimpfung zu realisieren, zunächst durch mobile Teams und dann auch in den Impfzentren. Mehr als 15.000 Freiwillige, Ärzte und ihre Mitarbeiter sowie auch zahlreiche Angehörige anderer medizinischer Berufe, haben allein in Westfalen-Lippe ihre Unterstützung angeboten und gemeinsam werden wir diese Pandemie in den Griff bekommen.“

Weitere größere Lieferungen sind sowohl für die Woche zwischen Weihnachten und Silvester/Neujahr sowie für den Januar angekündigt. Die Mengen an Impfstoff sollten dann ausreichen, um den Betrieb der 53 nordrhein-westfälischen Impfzentren, von denen sich 26 in Nordrhein und 27 in Westfalen-Lippe befinden, ab Januar sukzessive aufzunehmen.

Die Terminvergabe für die Impfzentren, die unter der Hotline 11 6 11 7 erfolgen wird, ist noch nicht gestartet. Die Bürgerinnen und Bürger werden über den Start informiert.

Wer in welcher Reihenfolge geimpft wird, entscheidet der Bund, der am 18. Dezember eine entsprechende Rechtsverordnung erlassen hat, die sich im Wesentlichen nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts richtet. Grundsätzlich berücksichtigt die STIKO dabei, wer ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf hat beziehungsweise einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt ist.