Notdienst Letzte Änderung: 17.09.2021 16:00 Uhr Lesezeit: 2 Minuten

Im Kreis Heinsberg künftig zwei statt drei Notdienstpraxen - Notdienstpraxis Geilenkirchen schließt zum 1. Oktober

Die ambulante Notdienstpraxis der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Geilenkirchen am St. Elisabeth-Krankenhaus (Martin-Heyden-Straße 32) stellt ihren Betrieb zum 1. Oktober 2021 ein.

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Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist abends sowie an Wochenenden und Feiertagen für Patienten da.

Bestehen bleiben im Kreis Heinsberg die Notdienstpraxen in Heinsberg am Städt. Krankenhaus (Auf dem Brand 1a) sowie in Erkelenz (am Hermann-Josef-Krankenhaus, Tenholter Straße 43). Bürgerinnen und Bürger, die außerhalb der Praxisöffnungszeiten ambulante Hilfe benötigen, werden ab Oktober alternativ an diesen Standorten versorgt.

Die dortigen Öffnungszeiten lauten jeweils:
Montag, Dienstag, Donnerstag von 18 bis 23 Uhr sowie Mittwoch und Freitag von 13 bis 23 Uhr. Samstag, Sonntag, Feiertage von 8 bis 23 Uhr.

Alternativ können auch die umliegenden täglich geöffneten Notdienstpraxen in Jülich (am Krankenhaus St. Elisabeth, Kurfürstenstraße 22) oder in Würselen (am Rhein-Maas Klinikum, Mauerfeldchen 25) ohne Voranmeldung direkt von Erkrankten aufgesucht werden.

Geringe Inanspruchnahme in der Vergangenheit

Aufgrund der in den vergangenen Jahren sehr geringen Inanspruchnahme der Notdienstpraxis Geilenkirchen haben sich die für die Organisation des lokalen ambulanten Notdienstes zuständigen ärztlichen Regional-Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein und der Ärztekammer Nordrhein für ein Betriebsende der Einrichtung ausgesprochen. Auch, weil im Kreis Heinsberg weiterhin noch zwei weitere  Notdienstpraxen (in Erkelenz und Heinsberg) für die ambulante Akutversorgung täglich abends, nachts und am Wochenende bereitstehen. Im Vergleich zum Jahr 2019 haben im vergangenen Jahr 2020 knapp ein Drittel weniger Patienten die Notdienstpraxis Geilenkirchen aufgesucht.

Ausbau des ärztlichen Hausbesuchsdienstes

Zur flächendeckenden besseren Erreichbarkeit des Notdienstes wird zum 1. Oktober der ärztliche Fahrdienst –zusätzlich zum bereits bestehenden Angebot auch für den Bereich Geilenkirchen – ausgebaut. Hier wird künftig ein weiterer Mediziner für medizinisch notwendige Hausbesuche im Kreisgebiet eingesetzt. Zudem wird durch eine in Zukunft kreisweit umgesetzte konsequente Trennung von ärztlichem Sitz- und Fahrdienst immer je ein Arzt die Patienten in der Notdienstpraxis Heinsberg und in der Notdienstpraxis Erkelenz versorgen, während andere Mediziner aus der Region ausschließlich die Hausbesuche im Notdienst absolvieren. Dadurch können insbesondere Bettlägerige noch effizienter in den eigenen vier Wänden vom diensthabenden Arzt aufgesucht werden.

Ärztlicher Hausbesuch über 116 117

Bettlägerige und nicht-mobile Patienten haben die Möglichkeit, einen ärztlichen Hausbesuch über die kostenlose Servicenummer 116 117 zu erhalten. Diese werden von der Arztrufzentrale NRW koordiniert.

Kontakt

Sven Ludwig

Christopher Schneider

Thomas Petersdorff