Notdienst Letzte Änderung: 21.10.2021 10:15 Uhr Lesezeit: 2 Minuten

Ambulanter Notdienst in Wuppertal: Neue „Portalpraxis“ im Petrus-Krankenhaus

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein etabliert zum 1. November eine neue und moderne „Portalpraxis“ am Petrus-Krankenhaus in Barmen (Carnaper Str. 48).

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Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist abends sowie an Wochenenden und Feiertagen für Patienten da.

Innerhalb der vom Krankenhaus komplett neu gestalteten Räumlichkeiten der Zentralen Notaufnahme (ZNA) wird dort ab dem kommenden Monat sowohl der allgemeine als auch der HNO-ärztliche Notdienst für Bürger aus der Region angeboten. Die Portalpraxis ist gekennzeichnet durch ihre unmittelbare organisatorische Verzahnung von stationärem und ambulantem Versorgungsbereich – dadurch können die diensthabenden Haus- und Fachärzte noch effizienter mit dem Krankenhauspersonal zusammenarbeiten. So erfolgt etwa die Koordinierung der Patienten in Zukunft über einen gemeinsam besetzten Tresen von Krankenhaus- und KV-Personal.

„Ich freue mich über die Eröffnung der Portalpraxis Wuppertal. Wir konzentrieren hier die ambulante Akutversorgung an einem zukunftweisenden Standort“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. „Darüber hinaus setzen wir mit der kooperativen Struktur der Portalpraxis auch die Vorgaben der Bundes- und Landespolitik um, die bei der Notfallversorgung eine enge Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärzten und Kliniken fordert“, so Bergmann.

Einsatz modernster Medizintechnik

Auch die Verantwortlichen des Petrus-Krankenhauses begrüßen die künftige neue Form der Zusammenarbeit: „Innerhalb unseres neuen Zentrums für Notfallmedizin haben wir die räumlichen Strukturen so anlegen können, dass sie optimal den medizinischen Prozessen entsprechen. Unser neues, international erprobtes Konzept erhöht deutlich die Versorgungsqualität aller Patienten und reduziert Wartezeiten auf das absolute Minimum. Die Integration hochmoderner Medizintechnik unterstreicht unseren Anspruch, allen Bürgern aus der Region bestmögliche ärztliche Versorgung zukommen zu lassen", erläutert Björn Hoffmann, Geschäftsführer des Klinikverbundes St. Antonius und St. Josef GmbH.

Keine Voranmeldung nötig

In der Portalpraxis Wuppertal werden künftig rund 95 niedergelassene Haus- und Fachärzte aus dem Stadtgebiet wechselweise ihre Notdienste versehen. „Die Einrichtung ist zu den klassischen Stoßzeiten des Notdienstes mittwochnachmittags, am Wochenende und feiertags geöffnet und kann ohne Voranmeldung direkt aufgesucht werden. Der Zugang ist also bewusst niedrigschwellig“, sagt Dr. med. Carsten König, stellvertretender Vorsitzender der KV Nordrhein. Angeboten wird dort der allgemeine bzw. „hausärztliche“ Notdienst sowie der HNO-Notdienst, der noch bis Anfang September an der St. Anna-Klinik in Uellendahl ansässig war. 

Ärztliche Hausbesuche weiterhin über 116 117

Unberührt von der Eröffnung der Portalpraxis ist die Organisation medizinisch notwendiger Hausbesuche in Wuppertal: Insbesondere bettlägerige und nicht-mobile Patienten, die die Portalpraxis Wuppertal nicht selbstständig aufsuchen können, haben über die kostenlose Servicenummer 116 117 die Möglichkeit, einen ärztlichen Hausbesuch zu erfragen. Dieser wird über die Arztrufzentrale NRW koordiniert.

Die Öffnungszeiten des allgemeinen und HNO-Notdienstes lauten ab November:

Mittwoch und Freitag
16 bis 20 Uhr
Samstags, Sonntag, Feiertage, 24.12., 31.12. und Rosenmontag:
9 bis 19 Uhr

Weitere Informationen zum ambulanten Notdienst in Nordrhein gibt es unter www.kvno.de/notdienst

Kontakt

Sven Ludwig

Christopher Schneider

Thomas Petersdorff