Service Letzte Änderung: 05.05.2022 11:53 Uhr Lesezeit: 2 Minuten

Salz-Konsum beeinflusst Blutdruck

Salz spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung von hohem Blutdruck, betont die Hochdruckliga. Eine neue Studie bestätigt den Zusammenhang.

© Microgen/AdobeStock

Die Ernährungsgewohnheiten vieler Menschen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten drastisch geändert. Statt frischen Lebensmitteln landen häufig Fertigprodukte im Mund – und diese beinhalten in der Regel viel Salz.

„Salz ist ein Treiber von Bluthochdruck“, schreibt die Hochdruckliga in einer Pressemitteilung und bezieht sich dabei auf mehrere Studien. Und Bluthochdruck kann langfristig schwerwiegende Folgen haben.

In China wurden fast 21.000 Senioren, die bereits unter Bluthochdruck litten oder einen Schlaganfall hatten, über mehrere Jahre beobachtet. Eine Hälfte der Gruppe nutzte weiterhin das übliche Kochsalz, die andere erhielt Salz-Ersatzprodukte mit einem geringeren Salzgehalt. Das Ergebnis: Die Schlaganfall-Rate lag in der Gruppe mit reduziertem Salzkonsum um 14 Prozent niedriger, auch die Todeszahl war in dem Zeitraum geringer.

„Allein durch die nur 25-prozentige Reduktion der Natriumchloridzufuhr konnte die Sterblichkeit und die Schlaganfallrate in einer Hochrisikopopulation signifikant gesenkt werden“, sagt Professor Ulrich Wenzel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hochdruckliga. „Doch auch in der Allgemeinbevölkerung hat die Reduktion des Salzkonsums einen großen Effekt.“ Dies mache eine neue Studie aus Großbritannien deutlich, an der mehr als 10.000 gesunde Menschen teilnahmen. Auch sie zeigte, dass das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen mit höherem Salzkonsum steigt.

Die Hochdruckliga plädiert daher dafür, den Salzkonsum zu reduzieren. Der Geschmack gewöhne sich mit der Zeit daran, außerdem lasse sich Salz als Würze durch übliche Gartenkräuter ersetzen.

Weitere Informationen in der Pressemeldung der Hochdruckliga sowie in deren Broschüre.