Letzte Änderung: 03.07.2020, 12:31 Uhr Lesezeit: 5 Minuten

Aktuelle KOSA-Aktivitäten

Hier finden Sie Informationen zu aktuellen Aktivitäten der KOSA.

Erstes „Talk-Seminar“ der KOSA

Das Foto zeigt Klaus Kuhlen vom Selbsthilfeverband Kreuzbund Düsseldorf und Stephanie Theiß, Leiterin der KOSA.
© KV Nordrhein
Das Foto zeigt Klaus Kuhlen vom Selbsthilfeverband Kreuzbund Düsseldorf und Stephanie Theiß, Leiterin der KOSA.

Aufgrund der Corona-Pandemie können derzeit keine Präsensveranstaltungen stattfinden. Nichtsdestotrotz möchte die KOSA ihre Zielgruppen, also Patienten, Selbsthilfeorganisationen und die Mitglieder der KV Nordrhein, weiterhin erreichen. Daher wurde am 24. Juni 2020 erstmals umgestellt: Im Haus der Ärzteschaft wurde ein kleines „Studio“ errichtet und ein digitales Format angeboten. 20 Teilnehmer kamen virtuell zusammen und tauschten sich über das Thema „Suchtbehandlung in Corona-Zeiten“ aus. Menschen mit Suchterkrankungen waren vom Lockdown während der Corona-Krise besonders betroffen und auf sich allein gestellt, da Angebote von Selbsthilfe- und Beratungseinrichtungen zunächst drastisch eingeschränkt wurden.

Die Gäste

In einer Gesprächsrunde, die von der Leiterin der KOSA, Stephanie Theiß, moderiert wurde, waren zwei Gäste vor Ort, eine weitere Diskussionsteilnehmerin wurde zugeschaltet. Dr. Dagmar Anheyer, niedergelassene Hausärztin in Düsseldorf, ist in der ambulanten Suchtbehandlung tätig. Sie berichtete von den Problemlagen von suchtkranken Menschen und erläuterte, wie sie die suchtmedizinische Grundversorgung in ihren Praxen während der gesamten Corona-Zeit über aufrechterhalten konnte.

Klaus Kuhlen vom Selbsthilfeverband Kreuzbund Düsseldorf hat andere Betroffene angesichts abgesagter Gruppentreffen vorwiegend über soziale Medien unterstützt. Ein großes, deutschlandweit erstes alkoholfreies Open-Air-Musikfestival, das für August 2020 geplant war, wurde auf nächstes Jahr verschoben.

Bettina Brünner arbeitet als Suchtkoordinatorin im Gesundheitsamt der Stadt Köln und war im Sondermodus unterwegs. Coronabedingt haben sich viele Behandlungs- und Versorgungsangebote geändert, und bei ihr als Koordinatorin liefen die Fäden zusammen. Ständig waren Informationen überholt und der jeweils aktuelle Sachstand zur Versorgungssituation von Suchtkranken musste weitergegeben werden. Inzwischen hat sich die Lage für alle Referenten wieder etwas normalisiert.

Die Teilnehmer brachten nach der Fragerunde zahlreiche Anmerkungen ein und zeigten sich im Feedback mit dieser Form des Austauschs zufrieden.

Fazit

So lange die Rahmenbedingungen keine regulären Präsenzveranstaltungen erlauben, wird die KV Nordrhein auch künftig auf virtuelle Talkrunden zurückgreifen. Die Talk-Webinare werden zu weiteren relevanten Themen fortgesetzt.